Startseite | Kontakt

Splügen - wo sich Wege treffen

Warentransport mit Saumpferden


Kaum ein Ort in Graubünden ist in ähnlicher Weise vom Warentransport und vom Reiseverkehr geprägt wie Splügen. Die Lage am Fusse des Splügenpasses und des San Bernardino machte Splügen zu einem wichtigen Umschlagplatz für Handelsgüter und zu einem beliebten Rastplatz auf dem Weg von oder nach Italien.

Das Bodenhaus wurde im Jahr 1722 errichtet. Der imposante Bau diente hauptsächlich als Lagerraum für Transportgüter, beherbergte aber auch die Poststation und bot vermutlich von Anfang an Unterkunft und Verpflegung für Reisende.

Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Saumpfade über die Pässe zu Strassen ausgebaut wurden, brachten die Kutschen immer mehr Reisende nach Splügen. Statt Lagerraum waren nun komfortablere Übernachtungsmöglichkeiten gefragt, und so wurde das Bodenhaus um 1820 zu einem Gasthaus um- und ausgebaut.

1828, also bereits wenige Jahre nach dem Umbau in eine Herberge, begann man im Bodenhaus Gästebücher zu führen. Zahlreiche Reisende trugen sich mit Namen, Stand, Herkunftsort und Reiseziel in die Seiten ein, die heute ein wertvolles kulturhistorisches Gut darstellen. Es finden sich darin so berühmte Namen wie Friedrich Nietzsche, William Turner, Prinz Louis Napoléon Bonaparte und Wilhelm Conrad Röntgen.

Werbung aus dem 19. Jahrhundert